MD-Prüfung bestehen: Checkliste für Pflegeeinrichtungen

14 March 2025 /

Kategorie : Pflegeeinrichtung

Schlagwörter : Md prüfung ,Qualitätssicherung ,Pflegedokumentation

Post Thumbnail

Warum die MD-Prüfung Chefsache ist

Die Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes (MD) entscheiden maßgeblich mit über Reputation, Auslastung und wirtschaftliche Stabilität einer Pflegeeinrichtung. Schlechte Ergebnisse wirken sich nicht nur auf die öffentliche Darstellung aus, sondern können auch vertragliche und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen (Pflegeheim Rating Report).

Wer seine Prozesse, Dokumentation und Schnittstellen gut vorbereitet, reduziert Stress im Team und minimiert Risiken – gerade bei spontanen Anlassprüfungen.

Was der MD besonders genau anschaut

Struktur- und Prozessqualität

Geprüft werden unter anderem Personaleinsatz, Qualifikation, Fortbildungen und ob Expertenstandards in der Pflege nachvollziehbar umgesetzt werden (DNQP-Expertenstandards). Für Leitung und Qualitätsmanagement ist wichtig: Es reicht nicht, Standards „zu haben“ – ihre Anwendung muss in der Dokumentation erkennbar sein.

Ergebnisqualität am Bewohner

Der MD betrachtet, ob Bewohner:innen angemessen versorgt sind: z. B. Dekubitus- und Sturzprophylaxe, Schmerzmanagement, Ernährungszustand oder Umgang mit herausforderndem Verhalten. Hier wird direkt geprüft, ob Risikoeinschätzungen, Maßnahmenplanung und Evaluation schlüssig zusammenpassen.

Pflegedokumentation und Nachvollziehbarkeit

Die Pflegedokumentation ist das Rückgrat der MD-Prüfung. Unvollständige Anamnesen, fehlende Risikoerfassungen oder nicht aktualisierte Maßnahmenpläne sind klassische Fehlerquellen. Häufig steht dort etwas anderes als im Alltag gelebt wird – und genau diese Lücke fällt in Prüfungen auf.

Typische Fehler in der Vorbereitung – und wie Sie sie vermeiden

Unklare Verantwortlichkeiten: Wenn nicht eindeutig geregelt ist, wer für welche Dokumente, Formulare oder Checklisten zuständig ist, bleiben Lücken. Legen Sie feste Rollen und Vertretungen fest.

Inkonsistente oder doppelte Dokumentation: Unterschiedliche Systeme und Papierformulare führen schnell zu Widersprüchen. Nutzen Sie klare Vorgaben, wo welche Information geführt wird – idealerweise digital und an einer Stelle.

Fehlende Aktualität: Maßnahmenpläne, Risikobewertungen und Einwilligungen müssen aktuell sein. Besonders bei Neuaufnahmen und veränderten Situationen (z. B. Krankenhausaufenthalt) sollte zeitnah eine Überarbeitung erfolgen.

Praktische Checkliste vor der MD-Prüfung

  1. Neuaufnahmen prüfen: Liegen vollständige Erstgespräche, Anamnesen und Risikoerfassungen (z. B. Sturz, Dekubitus, Mangelernährung) vor?
  2. Expertenstandards abgleichen: Ist für die relevanten Expertenstandards (z. B. Dekubitusprophylaxe, Schmerzmanagement) erkennbar, wie sie im Haus umgesetzt werden?
  3. Pflegedokumentation stichprobenartig durchgehen: Passen Beobachtungen im Alltag zu dem, was dokumentiert ist?
  4. Qualitätsdokumente aktualisieren: Organigramme, Dienstanweisungen, Fortbildungsnachweise und Konzepte sollten gut auffindbar und aktuell sein.
  5. Team informieren: Mitarbeitende sollten wissen, was bei Prüfungen wichtig ist und wo sie Unterlagen finden.

Wie eine starke Erstdokumentation Stress aus Prüfungen nimmt

Eine strukturierte, vollständige Erstdokumentation bei Neuaufnahmen legt die Basis für alle weiteren Prüfungen. Wenn anamnestische Daten, Risiken, Ziele und Maßnahmen von Anfang an sauber erfasst sind, sinkt der Aufwand für spätere Anpassungen – und die MD-Prüfung kann auf eine durchgängig nachvollziehbare Linie zurückgreifen.

Externe Prozesspartner, die den Aufnahme- und Dokumentationsprozess übernehmen, können hier wertvolle Entlastung bieten: Ihr Team fokussiert sich auf die Versorgung, während die Dokumentation MD-konform vorbereitet wird.

Möchten Sie Ihre Einrichtung gezielt auf zukünftige MD-Prüfungen vorbereiten und besonders den Aufnahmeprozess stärken? Dann sprechen Sie mit uns: Kontakt aufnehmen.

comments powered by Disqus