Neuaufnahme im Pflegeheim: 5 Tipps für einen effizienten Prozess

14 March 2025 /

Kategorie : Pflegeeinrichtung

Schlagwörter : Neuaufnahme ,Prozessoptimierung ,Pflegedokumentation

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Warum die Neuaufnahme über den weiteren Verlauf entscheidet

Die ersten 24 Stunden nach Einzug sind entscheidend – fachlich, organisatorisch und emotional. In dieser Zeit müssen umfangreiche Informationen erhoben, Risiken eingeschätzt und eine vollständige Erstdokumentation erstellt werden. Gleichzeitig braucht der neue Bewohner oder die Bewohnerin Orientierung, Sicherheit und Beziehung.

Wenn hier Hektik und Lücken dominieren, belastet das nicht nur das Team, sondern birgt auch Risiken für Qualität und spätere Prüfungen (Personalknappheit in Pflegeheimen).

Tipp 1: Klare Struktur für die 24-Stunden-Erstdokumentation

Gesetzliche Vorgaben und Expertenstandards verlangen, dass wesentliche Informationen zur Pflegesituation innerhalb kurzer Zeit vorliegen. Dazu gehören Anamnese, Risikoerfassungen (z. B. Sturz, Dekubitus, Mangelernährung), Medikation, Biografie und individuelle Bedürfnisse.

Eine feste Checkliste, die alle notwendigen Bausteine aufführt, verhindert Lücken und Doppelarbeit. So weiß jede beteiligte Person, welche Informationen sie wann und wie erheben muss.

Tipp 2: Zuständigkeiten im Team klar regeln

Wer führt das Erstgespräch, wer dokumentiert, wer kümmert sich um Medikation, wer um Angehörigenkontakte? Werden Aufgaben nicht bewusst verteilt, bleiben Punkte schnell liegen – oder mehrere Personen fragen dasselbe.

Klare Rollen und Vertretungsregelungen sorgen dafür, dass die Neuaufnahme auch bei hoher Auslastung zuverlässig funktioniert.

Tipp 3: Informationen vorab einholen und bündeln

Je mehr Daten bereits vor Einzug strukturiert erfasst wurden, desto entspannter verläuft der erste Tag. Dazu gehören ärztliche Unterlagen, Pflegegrade, Vorbefunde, Medikamentenpläne und Kontaktpersonen.

Das Pflegenetzwerk Deutschland betont, dass digitale Werkzeuge und strukturierte Prozesse entscheidend dafür sind, Informationen sicher zu sammeln und bereitzustellen (Pflegenetzwerk Deutschland).

Tipp 4: Neuaufnahmeprozess standardisieren – aber individuell nutzen

Standardisierte Abläufe (z. B. feste Reihenfolge von Gesprächen, Formularen und Checks) sorgen für Sicherheit. Gleichzeitig bleibt Raum für Individualisierung: Biografische Aspekte, Gewohnheiten und Wünsche sollten bewusst erfragt und in die Planung aufgenommen werden.

Wichtig ist, dass die Dokumentation nicht „für den Ordner“ erfolgt, sondern direkt in konkrete Maßnahmen und Alltagsgestaltung übersetzt wird.

Tipp 5: Externe Unterstützung für Aufnahme und Dokumentation prüfen

In vielen Einrichtungen fehlen Zeitfenster, um Neuaufnahmen so gründlich durchzuführen, wie es fachlich und rechtlich nötig wäre. Externe spezialisierte Partner können hier helfen, indem sie die strukturierte Datenerhebung, Risikoanalysen und Erstellung der Pflegedokumentation übernehmen – innerhalb der 24-Stunden-Frist und MD-konform.

So wird die Neuaufnahme für das interne Team steuerbar, planbar und deutlich entlastender – bei gleichzeitig hoher Qualität der Unterlagen.

Fazit: Ein starker Start entlastet langfristig

Ein gut organisierter Neuaufnahmeprozess senkt Stress, reduziert Fehler und legt den Grundstein für stabile Pflegebeziehungen. Wer heute in klare Strukturen, Checklisten, digitale Unterstützung und ggf. externe Prozesspartner investiert, spart später Zeit bei Anpassungen, Prüfungen und Krisenmanagement.

Wenn Sie Ihren Neuaufnahmeprozess verschlanken und fachlich absichern möchten, zeigen wir Ihnen gern, wie das aussehen kann: Kontakt aufnehmen.

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